
Maßnahmen zur Weiterentwicklung der dritten Säule setzen
Die gestern im Ministerrat beschlossene Reform der betrieblichen Altersvorsorge setzt einen klaren Schwerpunkt auf die Stärkung der sogenannten zweiten Säule des Pensionssystems. „Dies ist ein erster wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Durch die gezielte Stärkung der zweiten Pensionssäule kann das staatliche System entlastet und sinnvoll ergänzt werden. Es ist sehr zu begrüßen, dass das neue Modell allen Arbeitnehmenden offenstehen wird und zudem eine Variante ohne Kapitalgarantie gewählt werden kann, was ein langfristiges und auch risikoreicheres Anlegen und damit Chancen auf bessere Veranlagungsergebnisse ermöglicht“, sagt Angelika Sommer-Hemetsberger, Präsidentin des Aktienforums. Während in Österreich derzeit rund sieben Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Pensionskassen veranlagt sind, liegt dieser Anteil in Ländern wie Dänemark bei rund 206 Prozent.
Unabhängig von der gestrigen Reformansage, bedarf es aber auch rasch weiterer Schritte zur Weiterentwicklung der privaten Altersvorsorge in der dritten Säule. Sommer-Hemetsberger verweist dabei auf Maßnahmen in der Vergangenheit wie die Einführung einer Behaltefrist und Bestrebungen, ein privates Vorsorgedepot einzuführen. Das jährlich durchgeführte Aktienbarometer zeigt, dass mittlerweile mehr als 30 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher Wertpapiere besitzen und dabei den Vermögensaufbau und die Pensionsvorsorge als zentrale Motive nennen.
„Mittlerweile gibt es in vielen Ländern der Europäischen Union erfolgreiche Modelle, die dafür sorgen, dass langfristige Investitionen in die Wirtschaft fließen, Innovationen finanziert werden und der Wohlstand gesichert bleibt“, so Sommer-Hemetsberger abschließend.
PA Aktienforum: Stärkung der zweiten Säule ist ein erster wichtiger Schritt