Aktienforum-Präsident Ottel zum Wahlkampf: Statt über neue Belastungen für den heimischen Standort nachzudenken, sollte man mit attraktiven Rahmenbedingungen Werbung machen

Wien (OTS) „Im Wahlkampf geraten Sachthemen zusehends in den Hintergrund“, mahnt Robert Ottel, Präsident des Aktienforums. „In Niedrigzinsphasen sollte die Politik die ideologischen Scheuklappen ablegen und den Menschen reinen Wein einschenken. Wenn man schon im gesetzlichen Pensionssystem keine nachhaltigen Reformen andenkt, sollte man zukünftig zumindest im Bereich der privaten Vorsorge den Versicherten entgegenkommen“, betont Ottel.

Daher sollte man politisch auch ganz offen über Erleichterungen beim „Aktiensparen“ diskutieren. „Anleger, die in Wertpapierprodukte mit einem längeren Anlagehorizont investieren, um beispielsweise für ihren Ruhestand vorzusorgen, sollten hier im steuerlichen Bereich begünstigt werden.“ Einer neuen, zusätzlichen Aktiensteuer – wie auch immer sie ausgestaltet werden würde – erteilt Ottel daher abschließend eine klare Absage: „Die heimischen börsennotierten Unternehmen schaffen mehr als 400.000 Arbeitsplätze. Eine zusätzliche Steuer gefährdet nicht nur den Börsestandort. Sie vernichtet auch Arbeitsplätze.“