Der österreichische Kapitalmarkt schafft Arbeitsplätze und generiert Wertschöpfung. Die Rahmenbedingungen jedoch verschlechtern sich zunehmend.

Unter dem Titel „Braucht Österreich eine Kapitalmarktwende?“ diskutierte das Aktienforum, die Interessenvertretung börsennotierter Unternehmen, am 19. Oktober mit einem hochkarätig besetzten Podium. Unter der Leitung von Politikberater Thomas Hofer diskutierten, Robert Ottel, Präsident des Aktienforums und CFO der voestalpine AG, Fritz Mostböck, Head of Research Erste Group AG mit den Finanzsprechern der Regierungsparteien, Kai Jan Krainer, SPÖ und Andreas Zakostelsky, ÖVP. Die unterschiedlichen Positionierungen am Podium zu verschiedensten Themen der Branche, wie Aktienkultur, Kapitalertragssteuer, weitere Privatisierungen, eine nötige Anreizpolitik für IPOs waren nicht zu übersehen und wurden im Laufe der Diskussion verstärkt herausgearbeitet. Beinahe einig war man sich, dass man anstatt von einer „Kapitalmarktwende“ eher von einem Neustart sprechen müsste. Die Mehrheit am Podium war sich auch einig, als ersten Schritt nun aktiv entgegen zu steuern, überbordende Bürokratie abzubauen und schlankere Strukturen zu schaffen, um auch den Börsestandort Österreich wieder entsprechend zu attraktivieren.

150 Gäste folgten der Einladung der Veranstaltung und ließen einen unterhaltsamen Abend im Haus der Industrie ausklingen.