Nach der Ankündigung von Finanzminister Löger den Dritten Markt der Wiener Börse für österreichische Klein- und Mittelbetriebe wieder zu öffnen, hat sich bereits im Vorfeld der Veranstaltung ein Spannungsbogen – mit breiter medialer Unterstützung der Stakeholder des österreichischen Kapitalmarktes – aufgebaut. Löger ging dann auch in seiner Keynote auf die Chance österreichischer Unternehmen ein, verstärkt „die rot-weiß-rote Bullenstärke der Wiener Börse zu nutzen“. Seine Anregung den Dritten Markt für kleine und mittlere Unternehmen zu öffnen wäre ein erster Impuls für den heimischen Kapitalmarkt und „dürfe nicht als Gegenspieler für die tragende Säule der Bankenfinanzierung gesehen werden, sondern würde diese weiter bereichern“. Hinsichtlich einer effizienten Aufsicht, meinte Löger, dass hier der Grundsatz „Regulierung statt Strangulierung“ gelten solle.

Anschließend fand eine durchaus kontroversiellen Diskussionsrunde der Finanzsprecher (Kopf (ÖVP), Krainer (SPÖ), Rossmann (Liste Pilz)) und weiterer Kapitalmarkt-Experten (Pisec (FPÖ), Schuster (NEOS)) der im Parlament vertretenen Parteien zu den Themen KMU-Finanzierung, Steuerpolitik und Förderung von Finanzwissen unter der Leitung von Thomas Hofer statt. Robert Ottel (Präsident des Aktienforums), der die Veranstaltung mit einer Rede eröffnete und Christoph Boschan (CEO Wiener Börse), der nach der Podiumsdiskussion ein kurzes Resümee zog, lauschten den Stimmen aus der Politik.

Abschließend gab es bei einem Buffet im Haus der Industrie noch zahlreiche Gelegenheiten sich mit den Diskutanten auszutauschen.

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