STARTSEITE » MEDIEN » Industrie und Aktienforum: Durch konstante Ausschüttungspolitik werden neue Arbeitsplätze geschaffen

 
 

Navigation






iv-net

Lothringerstr. 12
1030 Wien
T +43 1 71135-2761


Impressum A | A | A
[ 09.04.2015 ]

Industrie und Aktienforum: Durch konstante Ausschüttungspolitik werden neue Arbeitsplätze geschaffen

IV-GS Neumayer: Analyse der 50 führenden heimischen Unternehmen zeigt: Stabilität bei Ausschüttungen sorgt für Beschäftigungsplus Aktienforum-Präsident Ottel: Zukunftsinvestitionen benötigen krisensicheres Eigenkapital

Wien (PdI) „Trotz wirtschaftlich schwierigen Jahren nach der Finanzkrise, mit vielen Rückschlägen und einer rückläufigen Umsatzentwicklung 2013, haben Österreichs 50 führende börsen- und nicht-börsennotierte Unternehmen zwischen 2007 und 2013 39.000 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen. Der oftmals wiederholte Vorwurf, Unternehmen würden durch Ergebnisausschüttungen nur ihre Eigentümerinnen und Eigentümer bedienen und somit weniger Kapital für betriebliche Zukunftsinvestitionen zur Verfügung stellen, ist somit nicht richtig“, so der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), Mag. Christoph Neumayer, bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Präsidenten des Aktienforums, Mag. Dipl.-Ing. Robert Ottel, heute, Donnerstag. So sei im Zuge einer gemeinsamen Studie von IV und Aktienforum das Ausschüttungsverhalten analysiert worden. Deren Ergebnisse würden ein völlig anderes Bild aufzeigen, als die wiederholt holprigen Falschdarstellungen und ideologisch geprägten „Untersuchungen“ seitens der Arbeiterkammer (AK). Außerdem stellte Neumayer klar: „Niedrige Ergebnisausschüttungen zu bejubeln ist unangebracht. Diese hemmen nur die Investitionskraft von Unternehmen.“

Eigenkapital als krisensicherstes Instrument für Investitionen

„Investitionen benötigen Eigenkapital und dies bleibt das krisensicherste Instrument“, erklärte Robert Ottel, Präsident des Aktienforums: „In schwierigen Zeiten werden Investorinnen und Investoren nur durch eine entsprechende Rendite, also Ergebnisausschüttung, bereit sein, krisensicheres Eigenkapital für Unternehmen zur Verfügung zu stellen.“ Auch werde oftmals vergessen, dass Eigenkapitalgeberinnen und Eigenkapitalgeber viel Risiko zu tragen hätten, da sie prinzipiell keinen vertraglichen, sondern nur einen Residualanspruch auf eine adäquate Verzinsung hätten, wie Neumayer und Ottel betonten.

Die Studie von Contrast Management Consulting GmbH zeige, dass trotz rückläufiger Umsatzentwicklung 2013 und im Vergleich zum Vorkrisenjahr rückläufigen Investitionsaufkommen, 2013 ein neuer Beschäftigungshöchststand mit 460.652 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erreicht wurde. Die Dividendenzahlungen der führenden österreichischen Unternehmen gingen sowohl gemessen am Personalaufwand als auch am Umsatz im Analysezeitraum seit 2007 deutlich zurück. International gebräuchlich ist die Ausschüttungsquote gemessen am Jahresüberschuss nach Steuern. Diese liegt 2013 mit 39,1 Prozent im Schnitt der letzten Jahre, aber deutlich unter der vom DSW (Deutschen Schutzverband für Wertpapierbesitzer) empfohlenen Quote von 50 Prozent. „Wer behauptet, dass durch weniger Ausschüttungen die Investitionskraft von Unternehmen verstärkt stimuliert werden kann, unterliegt einem Trugschluss“, betonte Ottel. Der Umsatz von Unternehmen werde primär zur Deckung der Kosten von Personal, Material und für Reinvestitionen verwendet. Erst nach diesen Aufwendungen decke der Betriebserfolg die Kosten des Fremdkapitals, Steuern und letztendlich mögliche Ausschüttungen an Eigentümerinnen und Eigentümer ab. 

 „Weniger Ausschüttungen, eine höhere Steuerlast auf der einen und eine stärkere Investitionskraft sowie Arbeitsplatzschaffung auf der anderen Seite, wie dies die Arbeiterkammer ständig fordert, entbehrt jeder Logik“, so der IV-Generalsekretär. Anstelle von Polemik fordern beide darüber hinaus weitere politische Schritte, um den kleinen österreichischen Kapitalmarkt zu beleben und von dessen positiven Effekten zu profitieren. „Eine praxisnahe und effiziente Regulierung würde den Unternehmen helfen, Kosten und Bürokratie zu reduzieren. Diese wäre mit keinem budgetären Mehraufwand verbunden“, so Ottel. „Die geplante KESt-Erhöhung im Rahmen der Steuerreform ist für Investoren kein zusätzliches Motivationsprogramm, um hier zu investieren“, so Ottel und Neumayer abschließend.  








DOWNLOADS