Aktienforum-Präsident Ottel: Stabile Ausschüttungen garantieren Vertrauen in Unternehmen – Kapitalzufuhr Voraussetzung für Zukunftsfähigkeit der Unternehmen

Mag. DI Robert Ottel, Präsident des Aktienforums

Mag. DI Robert Ottel, Präsident des Aktienforums

„Dividenden zu zahlen ist kein Hindernis sondern notwendige Voraussetzung, um Investitionen zu tätigen und Arbeitsplätze zu schaffen. Investitionen bleiben wegen Fragen der Standortqualität und Unsicherheit über die Zukunft aus, nicht wegen fehlendem Eigenkapital“, betont der Präsident des Aktienforums, Robert Ottel, in einer Reaktion auf die heute, Donnerstag, veröffentlichte AK-Studie über Dividenden und Ausschüttungen von ATX-Unternehmen. Hier würden „wieder unternehmerfeindliche Signale gesendet, da die Dividendenrendite ohnehin schon einen Rekordtiefstand erreicht hat. Solche Forderungen bedrohen den Wirtschafsstandort und konterkarieren eine zukunftsweisende Beschäftigungspolitik, die Arbeitsplätze schaffen soll“, betont Ottel.

Insbesondere in Zeiten geringen Wirtschaftswachstums und von Rekordarbeitslosigkeit müsste man sich „endlich vom Verteilungskampf verabschieden und gemeinsam zeitgemäße Wege suchen, wie die Investitionstätigkeit der Unternehmen gestärkt und Arbeitsplätze geschaffen“ werden können. Der ständig wiederholte Vorwurf, Unternehmen würden durch Ergebnisausschüttungen nur ihre Eigentümerinnen und Eigentümer bedienen und somit weniger Kapital für betriebliche Zukunftsinvestitionen zur Verfügung stellen, „widerspricht schlicht und einfach den Fakten“. Abgesehen davon würden Erhebungen des Aktienforums und der Industriellenvereinigung belegen, dass ein starker Anstieg beim Personalaufwand mit gleichbleibenden Dividenden und konstanten Ausschüttungen einhergeht. „Stabile Ausschüttungen garantieren, dass Eigentümer und Investoren dem Unternehmen vertrauen und auch wieder Kapital für Investitionen zur Verfügung stellen. Diese Investitionen sind Voraussetzung für Wachstum sowie Sicherung und Aufbau von Arbeitsplätzen“, betont Ottel. „Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten wäre es wichtig, gemeinsam an einem Strang zu ziehen und nicht in regelmäßigen Abständen heimische Unternehmen und den Kapitalmarkt schlecht zu reden“, so Ottel abschließend.