Aktienforum-Präsident Ottel anlässlich des politischen Redemarathons im Jänner: Statt auch nur im Ansatz über neue Belastungen für den heimischen Standort nachzudenken, sollte man mit attraktiven Rahmenbedingungen Werbung machen

„Die nachhaltige Finanzierung der Realwirtschaft und ein attraktiver Finanzplatz müssen auf der politischen Agenda ganz oben stehen“, betont Robert Ottel, Präsident des Aktienforums, anlässlich zahlreicher politischer Reden Anfang Jänner. In diesem Zusammenhang verwies der Aktienforum-Präsident auch auf die Schlüsselrolle bereits börsennotierter Unternehmen für das Land: „Fast jeder zehnte Arbeitsplatz ist an die Aktivitäten der heimischen börsennotierten Unternehmen gebunden.“ Daher appelliert Ottel an die politischen Player und bittet um Unterstützung, da „die Politik die Rahmenbedingungen schafft, dass heimische Unternehmen Eigenkapital für Investitionen und Innovation aufnehmen und dafür, dass Anleger in Österreich investieren anstatt im Ausland.“ Auf der Prioritätenliste müssen daher neben einer praxisnahen und effizienten Regulierung des Kapitalmarkts, die Entdiskriminierung von Eigenkapital und die Entschärfung von Haftungsregelungen und Berichtserfordernissen stehen.

Im Bereich der Finanzbildung fordert Ottel ebenso ein höheres Engagement und das Ablegen ideologischer Scheuklappen ein. „Die Politik hat hier vor allem gegenüber der jüngeren Bevölkerung eine Bringschuld zu erfüllen,“ betont Ottel mit Verweis auf nationale Finanzbildungsstrategien anderer EU-Länder.