Aktienforum-Präsident Ottel: Jährlich von Aktienforum und Industriellenvereinigung in Auftrag gegebene Studie zeigt auf, dass eine konstante Ausschüttungspolitik für das Kapital der Zukunft sorgt und Arbeitsplätze absichert.

„Ein oftmals geäußerter Vorwurf, dass man aus Unternehmenssicht tendenziell lieber an die Eigentümer ausschüttet, anstatt in Infrastruktur und Arbeitsplätze zu investieren ist ideologisch aufgeladen und konnte auch dieses Jahr entkräftet werden“, betont Robert Ottel, Präsident des Aktienforums, anlässlich der Präsentation der Contrast-Studie „Ausschüttungsverhalten österreichischer Unternehmen in schwierigen Zeiten“.

Die gedankliche Brücke, dass weniger Ausschüttungen automatisch mehr Investitionen bedeuten, kann aus der Sicht Ottels nicht geschlagen werden. Denn: „Eine relativ stabile Verzinsung auf das Risikokapital garantiert, dass Eigentümer und Investoren dem Unternehmen vertrauen und auch wieder Kapital für Investitionen zur Verfügung stellen“. Korrelierend mit einem relativ starken Rückgang beim Jahresüberschuss nach Steuern im abgeschlossenen Geschäftsjahr 2014, kam es bei den Investitionen nur zu leichten Rückgängen von 8 % (2013) auf 7,4 % (2014). „Die Konstanz bei den Investitionen in konjunkturell herausfordernden Zeiten spricht für die Finanzkraft der österreichischen Industriebetriebe“, so Ottel.

Abschließend verglich Ottel auch noch die Aufwendungen für Personal gemessen am Umsatz. „Diese stiegen seit 2012 kontinuierlich an, während die Dividenden in absoluten Zahlen konstant blieben“.